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06
Feb

2020
Sport News » Popo, Pop und Politik
  Geschrieben von: ShinyGirl
  bisher gelesen: 32 x

Popo, Pop und Politik


Dieses Männer Event, schien auf den ersten Blick, alle sexistischen Klischees zu erfüllen, da die Superstars Shakira und Jennifer Lopez sehr freizügig bekleidet waren.
Während der Halbzeitpause beim Super Bowl haben sich die Superstars Shakira und Jennifer Lopez nicht damit begnügt, als Latino-Frauen eine große Menschengruppe zu repräsentieren.
Durch die rasante und spektakuläre choreografierte Show wurde quasi auch mit Popo wackeln Politik gemacht.


Bei dem wichtigsten American-Football-Spiel des Jahres war es auch der erste Auftritt für beide Künstlerinnen, außerdem wurde das erste mal von zwei Frauen lateinamerikanischer Abstammung die Halbzeitshow des US-Mega Events bestritten.
Im Vorfeld wurde schon das als Statement gesehen, da einige Bewohner von Miami lateinamerikanischer Abstammung sind, wo schließlich das Finale ausgerichtet wurde.
Eines der bestimmenden Themen war in den USA die Einwanderung aus Lateinamerika, dazu hat sich der US-Präsident Donald Trump kritisch geäußert.

Ihre Top Platzierungen in den Charts hatten schließlich beide Sängerinnen schon vor einigen Jahren dadurch wurde der Auftritt mit gewisser Spannung entgegengesehen.
Die Veranstalter hatten im Vorjahr ziemlich daneben gegriffen mit der etwas abgehalftert wirkenden Band Maroon 5, als lahm und vor faden Rockklischees strotzend erwies sich die Show.


Shakira´s Auftritt mit Hits im Schnelldurchlauf


Bevor die Kolumbianerin Shakira beim Super Bowl aufgetreten ist,
feierte Sie am Sonntag ihren 43. Geburtstag.
Zu Ihrem Auftritt stürmte Shakira in einem engen, roten Kleid auf die Bühne, zudem wurde Sie von unzähligen Tänzerinnen im selben Outfit auf der Bühne begleitet.
Im Schnelldurchlauf sang Sie Ihre Musik Hits wie "Hips Don´t Lie" und "Wherever, Whenever", dazu wurde Sie teilweise "crowdsurfend" durchs Publikum getragen.
Hörbar war es für Shakira ein atemberaubender Auftritt.
Die rasante Show mag für viele Zuschauer und Zuschauerinnen atemberaubend gewirkt haben.


Shakira mit Tänzerinnen Foto von APA/AFP/Gatty Images/Kevin Winter



Auf der Spitze eines Miniaturnachbaus des Empire State Buildings erschien Lopez oder auch kurz JLo genannt, in der zweiten Halbzeit auf der Bühne.
Dies war eine Anspielung auf die wohl bekannteste Szene aus dem legendären King-Kong Film und auch eine Hommage an New York, Ihre Heimatstadt.
Sie gab im recht gewagtem Leder Outfit Kurzversionen von "Love Don´t Cost A Thing" und "Jenny From the Block"zum Besten.
Die dargebrachte Choreografie mit den zahllosen Tänzerinnen und Tänzer war spektakulär.

Puerto Rico und Kinder in Käfigen



Mit Ihren wackelnden Hintern und Hüften, nahm die Show eine überraschende Wendung, da sich anscheinend die Befürchtungen bestätigten, das es bei dem Auftritt nur darum ginge den Voyeurismus zu bedienen.
Es erschienen Kinder auf der Bühne in erleuchteten Käfigen unter anderem auch Lopez´11 jährige Tochter Emme, die den Gesang mit einstimmte, nachdem Sie aus dem Lichtgefängnis kroch.
Dies sollte symbolisch eindeutig auf die US-Einwanderungspolitik an der Grenze zu Mexiko abzielen, da dort Kinder sehr oft von Ihren Eltern getrennt eingesperrt werden.
Von außen zeigte der Umhang aus Kunstpelz die Flagge der USA indem Lopez erschien.
Als der Song "Born in the USA" von Bruce Springsteen kurzzeitig abgespielt wurde, wendete Lopez den Kunstpelz Umhang und die Flagge von Puerto Rico kam zum Vorschein.
Die Eltern von Jennifer Lopez stammen von der krisengebeutelten Karibik Insel, die in den USA ein Politikum ist. Es gibt immer wieder Diskussionen darüber ob Trump und die Vereinigten Staaten mehr Hilfen bereitstellen sollten für Puerto Rico.
Trump nannte im Sommer die Insel als "einen der korruptesten Orte der Welt.



JLos „Wendeflagge“: Einerseits USA, andererseits Puerto Rico Foto von Reuters/US Today


Als Statement angekündigter Auftritt



Gegenüber "Variety" kündigte Lopez vor ihrem Auftritt bereits an, das Sie die Show nicht ganz unpolitisch sehe: „Shakira und ich sind beide sehr aufgeregt,
dass wir die Chance für diesen Auftritt bekommen haben, als Latino-Frauen in Miami. Ich denke, es ist sehr wichtig für zwei Latino-Frauen in
diesen Zeiten – in denen Latinos in diesem Land auf eine bestimmte Art und Weise behandelt oder gesehen werden – auf dieser Bühne zu stehen und zu zeigen,
dass wir eine wunderschöne wertvolle Kultur haben, und in diesem Land etwas notwendiges beisteuern.“

Ein bisschen Verwunderung und auch Jubel



Der Auftritt wurde von den Sozialen Netzwerken und auch den Medien, vor allem aber das Finale,
bei dem die zwei Sängerinnen Seite an Seite sangen und tanzten,im Kontrast zu den vergangenen Super Bowls bejubelt.
Auf einem anderen Blatt steht allerdings, ob die politischen Hinweise auch wahrgenommen wurden oder viele Zuschauer von zu viel Haut eher abgelenkt waren.


Grande Finale der Pausenshow Foto von Reuters/Shannon Stapleton


Nutzer und Nutzerinnen aus Europa wunderten sich über die Kulturunterschiede zwischen Europa und den USA: sexualisiert und in Szene gesetzt dargestellte Beine und Hintern sind wohl in der Moral Debatte
der USA kein Problem. Der moralische Notstand bricht erst dann aus, wenn eine Brust zu sehen ist, siehe der "Nipplegate" von Janet Jackson in der Super Bowl 2004.


Text von ShinyGirl  & Sabrina 
Bild von Reuters

 
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